Maligne Hyperthermie

Häufige Fragen (FAQ)

Kann ich trotz Maligner Hyperthermie sicher operiert werden?

Ja. Es gibt sichere, nicht‑triggernde Anästhetika (z. B. TIVA). Wichtig ist, dass das Team vorab informiert ist und ein Notfallmedikament verfügbar ist.

Ich hatte schon mehrere Narkosen ohne Probleme – bin ich damit sicher?

Nicht unbedingt. Auch nach problemfreien Narkosen kann bei erneuter Exposition eine Maligne Hyperthermie auftreten. Die Anfälligkeit bleibt bestehen.

Welche Medikamente gelten als Auslöser?

Inhalationsanästhetika (Sevofluran, Isofluran, Desfluran, Halothan, Enfluran) und Succinylcholin (Suxamethonium).

Wie wird meine Anfälligkeit nachgewiesen?

Durch genetische Tests und/oder einen In‑vitro‑Kontrakturtest (Muskelbiopsie) in spezialisierten Zentren.

Kann Maligne Hyperthermie auch ohne Narkose auftreten?

Sehr selten wurden MH‑ähnliche Reaktionen bei extremer körperlicher Belastung/Hitze beschrieben. Sprechen Sie individuelle Risiken mit Ihrem Ärzteteam ab.

Wie sieht die Prognose aus?

Bei schneller Erkennung und Einsatz eines Notfallmedikaments ist die Sterblichkeit sehr niedrig. Ohne Behandlung kann Maligne Hyperthermie lebensgefährlich sein.

Wie können andere im Notfall von meinem MH-Risiko erfahren?

Tragen Sie den Ausweis in der Geldbörse; geben Sie dies bei jedem Arztbesuch an, damit es in der Akte vermerkt ist; eventuell können Sie Ihr MH-Risiko auch unter den medizinischen Notfallinformationen in Ihrem Smartphone vermerken.

Hinweis:

Diese Informationen ersetzen nicht das persönliche Gespräch mit Ihrem Behandlungsteam. Wenden Sie sich bei Fragen an Ihre behandelnde Klinik oder ein MH‑Zentrum.